08.09.2009 09:01
An Strom aus Kohle scheiden sich die Geister in der Energiedebatte fast so heftig wie an der Atomkraft: Einige schreiben einer "sauberen" Kohlekraft eine entscheidende Rolle in der Energieversorgung von morgen zu, während für andere nur die erneuerbaren Energien eine Zukunft haben können. Nun warten die Firmen Abengoa Solar aus Spanien und Xcel Energy aus den USA mit einem ungewöhnlichen Vorschlag auf, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Eine Verbindung beider Konzepte.
In einem neuen Projekt wollen die beiden Unternehmen Solarenergie nutzen, um den Kohlebedarf fossiler Kraftwerke zu senken. Die Solarenergie wiederum soll durch drastische Kostensenkungen von der Kombination profitieren. Dazu will Abengoa den Dampf, der die Turbinen und Generatoren antreibt, zugleich von Solarthermie und Kohlekraft erzeugen lassen.
Solarthermische Anlagen, in denen Reihen von Parabolspiegeln Sonnenlicht konzentrieren, um Wasser zu erhitzen, gibt es schon lange. Gegenwärtig sind sie die billigste Variante, um Solarstrom zu produzieren. Allerdings entfällt ein großer Kostenblock in der Solarthermie auf die Turbinen und Generatoren. Die Idee von Abengoa Solar: Eine solarthermische Anlage und ein Kohlekraftwerk teilen sich die teuren Maschinen. Dadurch, so die Rechnung, soll der solarthermisch produzierte Strom noch billiger werden.
Das Konzept von Abengoa ist indes nicht das einzige, das solare und fossile Stromerzeugung verbindet. Es gibt bereits solarthermische Anlagen, die um kleine Gaskraftwerke erweitert sind. Die springen ein, wenn die Stromerzeugung aufgrund von Bewölkung nachlässt.
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(Ben Schwan)
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(bsc)
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