05.11.2009 15:25
US-Wissenschaftler wollen die Raumanzüge für bemannte Mars-Missionen mit einer Art Expertensystem ausstatten, das den Astronauten helfen soll, Spuren von außerirdischem Leben zu entdecken. Laut einem Bericht des Online-Dienstes Physorg.com haben der Geologe Patrick McGuire von der University of Chicago und Kollegen erste Tests mit dem System erfolgreich absolviert.
Der "Cyborg-Astrobiologe", an dem McGuire bereits seit mehreren Jahren arbeitet, besteht mittlerweile aus einer Handy-Kamera, einem handelsüblichen digitalen Mikroskop und einem Asus-EEEPc. Die Bilder werden per Bluetooth auf den Rechner übertragen und dort von einer Software ausgewertet, die den Wissenschaftler vor Ort in Echtzeit auf potenziell interessante Bereiche aufmerksam machen soll. Dazu haben McGuire und Kollegen unter anderem mit Hilfe der an der Arbeitsgruppe Neuroinformatik der Universität Bielefeld entwickelten Programmierumgebung NEO/NST ein so genanntes Hopfield-Netz programmiert.
In verschiedenen Feldtests konnte das System robust Flechten von unbewachsenen Felsen unterscheiden, schreibt McGuire in einem Arbeitsbericht. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler dem System beibringen, auf unterschiedliche Texturen von Gestein zu reagieren. Im Endausbau soll die Software Bilder auf verschiedenen Skalen untersuchen und sich selbstständig vom Panoramabild bis hinunter zu Mikroskop-Aufnahmen durchhangeln.
(wst)
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