12.09.2006 14:07
Leuchtdioden (LED) werden künftig mehr als nur Licht spenden, sagt Shuji Nakamura von der University of California in Santa Barbara im Gespräch mit Technology Review. Laut Nakamura bieten UV-LEDs eine billige Lösung für die Wasseraufbereitung in der Dritten Welt, weil sie schon mit einer kleinen Solarzelle betrieben werden können. Ebenso lassen sich UV-LEDs aber auch zur Reinigung von Luft und zum Nachweis von biologischen Kampfstoffen einsetzen.
Nakamura, der Mitte der Neunzigerjahre die blauen, grünen, weißen und UV-Leuchtdioden (LED) und die erste blaue Laserdiode (LD) auf der Basis des Halbleiters Galliumnitrid entwickelt hat, nahm am vergangenen Freitag in Helsinki den mit einer Million Euro dotierten Millennium Technology Prize 2006 für seine bahnbrechenden Erfindungen entgegen. Weiße LEDs werden schon heute zum Beispiel für die Hintergrundbeleuchtung von Handy-Displays verwendet. Blaue, grüne und rote LEDs gibt es in Fernsehern mit Flüssigkristallbildschirmen (LCD-TV). Vom kommenden Jahr an sollen weiße LEDs auch in Autoscheinwerfern leuchten und für die Innenbeleuchtung von Häusern sorgen.
Nakamura sieht noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten für LEDs sowie andere Galliumnitrid-basierten Geräte. So sollen zum Beispiel künftige Leuchtdioden fast keine Energie mehr in Form von Wärmeabstrahlung verlieren und Transistoren auf Galliumnitrid-Basis bessere Gleichrichter in Hybridautos ermöglichen.
Mehr dazu in Technology Review online:
(vsz/Technology Review) / (Veronika Szentpetery)
/
(nbo)
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