22.12.2008 11:57
Wärme statt Nadel: Chirurgen können mit Laser-Instrumenten nicht nur schneiden, sondern auch Wunden verschließen. Eine Pilotstudie zeigt, dass auf diese Weise zusammengelötete Wundränder besser heilen als konventionell genähte, berichtet Technology Review in der aktuellen Ausgabe 1/09 (seit dem 18.12. am Kiosk oder hier portokostenfrei online zu bestellen).
Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Forscher an der Idee, Laserstrahlen auch zur Wundheilung einzusetzen. Das Prinzip dahinter: Wird ein auf die Wundränder aufgetragenes Protein mit dem Laser erhitzt, gerinnt es und bildet einen luftdichten Verschluss. Bislang hielten solche Wunden nicht dicht, weil die Intensität von CO2-Lasern, die in medizinischen Geräten oft eingesetzt werden, zu stark schwankt.
Abraham Katzir von der Tel Aviv University hat deshalb einen Laser mit Temperaturkontrolle entwickelt. Dieser misst die vom Löt-Protein zurückgesandte Infrarot-Strahlung und korrigiert die Intensität des Lasers, wenn die Temperatur außerhalb des Optimums von 60 bis 65 Grad liegt. In einer Pilotstudie mit Menschen hielten gelötete Wunden 30 Tage lang genauso gut wie genähte, heilten besser und entzündeten sich seltener. (Veronika Szentpétery)
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(wst)
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