12.08.2006 14:32
Marcelo Tosatti hat den Linux-Kernel 2.4.33 veröffentlicht und übergibt damit wie angekündigt die Verwaltung der Kernel-Serie 2.4 an Willy Tarreau. Die neue Linux-Version unterscheidet sich nicht mehr von der bereits vor einigen Wochen freigegebenen Version 2.4.33-rc3.
Das Changelog und der Patch sind mit 9 und 99 KByte um ein Vielfaches kleiner als bei aktuellen Linux-Versionen der 2.6-Serie, wo alleine die Beschreibung der Änderungen teilweise einen Umfang von 3 MByte erreicht. Die Neuerungen halten sich in Grenzen: Zumeist wurden schlicht kleinere Fehler korrigiert, darunter laut Changelog dreizehn Sicherheitslücken mit CVE-Eintrag.
Kernel 2.4 hat bei aktuellen Mainstream-Distributionen weitgehend an Bedeutung verloren. Auf Servern und in anderen Linux-Distributionen, wo es um hohe Stabilität geht, aber auch dort, wo eine möglichst geringe Systemgröße eine Rolle spielt, kommt dieser Kernel noch häufig zum Einsatz. Für viele moderne Hardware-Umgebungen eignet er sich jedoch mangels passenden Treibern nicht mehr so recht, da neue Treiber praktisch nur noch in die Kernel-Serie 2.6 Einzug finden – die in 2.4.33 hinzugekommene Unterstützung für den IDE-Controller im ATI IXP 300 und 400 ist da eher die Ausnahme. Eine vor dem Start stehende Kernel-Serie auf Basis von Linux 2.6.16 könnte hier für Anwender bald eine moderne Alternative bilden, die aktuelle Hardware besser unterstützt, aber abgesehen von Fehlerkorrekturen keine größeren Neuerungen erfährt.
(thl)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-151504