16.02.2010 00:30
MWC: Bolt-Browser bekommt Widgets und Internationalisierung zum Geburtstag
Exakt ein Jahr nach der ersten öffentlichen Vorstellung des Projekts lanciert die traditionsreiche IT-Schmiede Bitstream auf dem Mobile World Congress in Barcelona (Stand 1A70) bereits Version 1.7 ihres Handy-Browsers Bolt. Der kleine Bolzen soll auf den meisten J2ME-fähigen Handys sowie auf Blackberry-Geräten laufen und vereint zwei der erfolgreichsten Techniken für mobile Internetnutzung: Die aus Safari, Chrome, Symbian und anderen Projekten bekannte WebKit-Engine und die serverseitige Komprimierung über einen zwischengeschalteten Proxy, mit der Opera Mini Nutzern von kleinen Handhelds ein vergleichsweise gutes Surfen ermöglicht.
Diesem hat der Bitstream-Browser das bemerkenswerte Feature voraus, auch gestreamte Flash-Videos in kleinen Geräten abspielen zu können. Weitere Besonderheiten sind die Zoom-Funktion, die auch den Bildschirm in Übersichts- und Detailbereich aufteilen kann, und die Möglichkeit, eine Maus zu simulieren. Für ältere J2ME-Handys gibt es allerdings nur Bolt Lite, dem viele Features fehlen, darunter das Video-Streaming; Mindestvoraussetzung ist MIDP 2.0 und CLDC 1.0. Der seit etwa einem halben Jahr in einer stabilen Version vorliegende Browser wurde bisher etwa 4 Millionen Mal installiert, ist aber nur in wenigen Geräten von Haus aus enthalten.
Die aktuelle Version des Browsers enthält Widgets, die sich im Hauptmenü unter "Web Apps" installieren lassen – und zwar auf dem Server, für jeden Benutzer individuell. Ebenfalls über das Menü lässt sich der integrierte Twitter-Client ansteuern, der mit wenigen Klicks beispielsweise einen aus einer Webseite kopierten Text postet. Version 1.7 bringt auch erste Schritte der Internationalisierung (bisher allerdings außer in Englisch nur in Spanisch und Russisch) sowie Verbesserungen bei der Bedienung (etwa durch neue Shortcuts), Netzwerk-Socket-Verbindungen und einen renovierten Download-Manager.
(heb)
