29.12.2009 23:49
Unbekannte Täter haben sich Zugriff auf die Datenbestände des Mailing-Dienstleisters AWeber Communications verschafft. Kurz vor Weihnachten gestand das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania den Lesern seines Blogs, dass vermutlich eine Bande aus Übersee Listen von E-Mail-Adressen abgegriffen habe, die AWeber-Kunden für deren Newsletter-Aussendungen hinterlegt hatten.
Wann und wie lange die nach eigenen Angaben inzwischen geschlossene Sicherheitslücke existierte, ließ AWeber offen. Das eigene Versandsystem sei nicht missbraucht worden. Man habe jedoch Hinweise darauf erhalten, dass bereits einige der ehemals intern vorgehaltenen Mailadressen zum Ziel von Spam-Aussendungen Dritter geworden seien. Laut AWeber sind ausschließlich Mailinglisten betroffen, also E-Mail-Adressen von Werbeempfängern, und keinerlei andere persönliche Daten wie Kreditkartennummern. Auch die Daten der Auftraggeber seien nicht in falsche Hände geraten, beruhigt das Unternehmen seine Kunden.
Dennoch dürfte denen nun eine unruhige Zeit bevorstehen. Sie müssen den Empfängern der eigenen Mailings erklären, warum sie eventuell plötzlich ganz andersartige und viel mehr Werbung erhalten. Wie viele Mail-Anwender letztlich betroffen sind, ist noch offen. Die Branchenbeobachter von Deliverability.com vermuten, dass es sich um den bisher schwerwiegendsten Fall dieser Art handelt.
(un)
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