26.05.2008 10:23
Eines der ersten Bilder, die Phoenix vom Mars schickte. (Quelle: NASA)
Die US-amerikanische Sonde Phoenix ist nach knapp zehn Monaten Reisezeit auf dem Mars gelandet. Die dreibeinige Sonde setzte heute Morgen um 1:38 MESZ in der Region Vastitas Borealis am Nordpol des roten Planeten weich auf. Die Sonde musste bis zur Landung innerhalb weniger Minuten von rund 20.000 auf etwa 10 km/h abgebremst werden. Während der Landephase musste Phoenix von Batteriestrom gespeist werden, bis nach dem Aufsetzen die Solarpanel wieder ausgefahren werden konnten. Dieses Manöver ist offenbar rundum geglückt.
Zwei Stunden nach der Landung erreichten erste Bilder von der Landeregion das Kontrollzentrum im Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena. Das in den Bildern gezeigte Terrain entspricht ungefähr den Idealvorstellungen der NASA. Die Landschaft ist flach, überstreut mit kleinen Steinen und durchzogen von polygonen Rissen, wie sie für kalten Boden typisch und auch auf der Erde in Permafrostregionen zu finden seien, teilt die NASA mit.
Es handelte sich um die erste Mission in die Nordpolregion des roten Planeten. Die Region wurde ausgewählt, nachdem frühere Missionen an den Polen Wassereis entdeckt haben sollen. Die Wissenschaftler wollen Phoenix nach Spuren von Leben suchen lassen und die Geschichte des Wassers auf dem Mars erkunden. Dafür soll ein 2,4 Meter Roboterarm den Boden durchgraben. Die gesammelten Proben sollen an Bord von Phoenix erwärmt und analysiert werden.
Siehe dazu:
(anw)
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