14.02.2009 00:06
Ab April dürfen in Mexiko Mobiltelefone nur noch bei Hinterlassung eines Fingerabdrucks abgegeben werden. Dieser wird zusammen mit Name und Adresse des Käufers von den Mobilfunkanbietern in einer Datenbank gespeichert. Zusätzlich sollen die Verbindungsdaten ein Jahr lang aufgehoben und bei Bedarf auf richterliche Anordnung herausgegeben werden.
Das mexikanische Parlament begründete das neue Gesetz mit dem Kampf gegen die angeblich 700 Gangs, die durch eine Reihe extrem blutiger Massaker Aufsehen erregten. Dem sogenannten "Drogenkrieg" sollen in den letzten Jahren mehr als 6000 Menschen zum Opfer gefallen sein.
Ob sich die Banden durch die Maßnahme tatsächlich von der Mobiltelefonnutzung abhalten lassen, wird nicht nur von den in Mexiko tätigen Telekommunikationsunternehmen bezweifelt: Für Drogengeschäfte und andere Verbrechen werden schon jetzt sehr häufig gestohlene Geräte benutzt, deren rechtmäßige Eigentümer dann Opfer von Fahndungsmaßnahmen werden können. (Peter Mühlbauer)
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(pem)
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