12.10.2011 14:30
Microsoft hat unter Yourbrowsermatters.org eine Werbekampagne für den Internet Explorer gestartet, die mit der Software der Konkurrenz hart ins Gericht geht: Besucht man die Seite mit einem fremden Browser, erhält man den Hinweis, dass der Browser unsicher sei. Um dies zu verdeutlichen, hat Microsoft einen Security Score erfunden, der sich nach von Microsoft ausgewählten Sicherheitsfunktionen der Browser richtet.
Geht es nach Microsoft, sollte man sich mit Firefox nicht allzu sicher fühlen.
Bild: heise Security
Um den bestmöglichen Score von 4 zu erhalten, muss der Browser die überwiegende Anzahl der aufgeführten Schutzfunktionen in den Kategorien "Gefährliche Downloads", "Phishingseiten", "Angriffe auf Ihren Browser" und "Angriffe auf Webseiten" unterstützen – und das schafft laut Microsoft nur der aktuelle Internet Explorer. Chrome kommt mit einem Security Score von 2,5 deutlich schlechter weg, Firefox erreicht in dem "Vergleichstest" gerade mal einen Score von 2. Alle anderen Browser wie Opera und Safari ignoriert Microsoft gänzlich.
Die untersuchten Funktionen reichen vom Phishing-Filter über den Cross-Site-Scripting-Schutz bis hin zur Speicherverwürfelung ASLR (Address space layout randomization). Lediglich in drei Punkten muss der Internet Explorer passen: So unterstützt er nicht die automatische Aktualisierung von Erweiterungen, bringt keine Sandbox mit und unterstützt auch nicht das Konzept der Content Security Policy, mit dem Cross-Site-Scripting- und Clickjacking-Angriffe ins Leere laufen. Hier kann die Konkurrenz punkten.
(rei)
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