01.10.2009 10:06
Wie man unterschiedliche Prozessoren und Koprozessoren in Netzwerk- und Grafikkarte mit einem Betriebssystem nutzen und Anwendungen darauf beschleunigen kann, untersuchen Forscher bei Microsoft Research und an der Universität von Glasgow (UK) im Projekt Helios (PDF-Datei, französische Projektseite hier).
Dazu nutzt das Betriebssystem sogenannte Satelliten-Kernel, die einen einheitlichen Satz von OS-Abstraktionen für unterschiedliche CPU-Architekturen bereitstellen. Zur Datenübertragung tauchen die einzelnen Instanzen untereinander Nachrichten aus (Remote Message Passing).
Den Programmablauf von Anwendungen passt Helios an die jeweiligen Befehlssätze der Prozessoren an, indem es die Applikationen in zwei Phasen übersetzt: zuerst in die Common Intermediate Language (CIL), den Byte-Code für .Net-Plattformen, dann in den Standardbefehlssatz des jeweiligen Prozessors mit einem Abkömmling des Marmot-Compilers namens Bartok. Bis dato habe die Entwickler Satelliten für Intels XScale- (PCI-Express-I/O-Karten) und für Cache-kohärente NUMA-Architekturen fertig gestellt.
Die Grundlage liefert das von Microsoft 2004 gestartete Projekt Singularity, das ebenso als Betriebssystemstudie für das Projekt Barrelfish und den künftigen Windows-Nachfolger Midori dient.
(rh)
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