08.09.2010 08:29
Wenn bislang ein Hurrikan die US-Ostküste entlangzieht, wissen die Menschen lange Zeit nicht, ob größere Evakuierungsaktionen notwendig werden. Einzig auf Vorhersagen können sie sich verlassen – Computermodelle, deren Aussagekraft sich oft weitläufig unterscheidet. Doch das soll sich bald ändern: Wissenschaftler arbeiten an neuen Methoden, das Verhalten potenzieller Superstürme besser zu verstehen. Beim am Wochenende glücklicherweise weitgehend glimpflich zu Ende gegangenen Hurrikan "Earl" hatte die Technik ihre Feuertaufe, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Die Mission, die Forscher der NASA, der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und der National Science Foundation (NSF) zusammenführte, sammelte mehr Daten über einen Sturm als je zuvor. Dabei waren bis zu sieben Flugzeuge mit modernsten Instrumenten gleichzeitig in der Luft, um den gesamten Verlauf des Hurrikans von seiner Entstehung bis zur Auflösung zu erfassen. Ebenfalls zum Einsatz kam die Drohne "Global Hawk" der NASA, die bis zu 30 Stunden in der Luft bleiben kann.
"Wir wissen vieles über Stürme einfach noch nicht. Warum verstärken sich einige so schnell? Wie beeinflussen Faktoren wie Aerosole, Atmosphärenfeuchtigkeit und Meeresströmungen ihre Entwicklung? Die neuen Messungen werden unser Know-how deutlich steigern und damit später auch die Vorhersagemodelle verbessern", sagt NASA-Forscher Gerry Heymsfield.
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