09.02.2007 14:12
Der britische Konzern EMI erwägt offenbar, einen wesentlichen Teil seines Musikangebots in Zukunft ohne jeglichen Kopierschutz online zu verkaufen. Wie die New York Times berichtet, soll EMI mit einer Reihe von Medienanbietern wie Apple, Microsoft, Real Networks und Yahoo über verschiedene Ansätze eines DRM-freien digitalen Musikhandels diskutiert haben. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Führungskräften der beteiligten Firmen, die anonym bleiben wollen. Eine offizielle Stellungnahme lehne EMI ab.
Die Diskussion um den Kopierschutz erhielt vor einigen Tagen neue Nahrung, als sich Apple-Chef Steven Jobs grundsätzlich gegen den Schutz von digitalen Medien durch Digital Rights Management (DRM) aussprach und dabei besonders die vier Branchenriesen Universal Music, Sony BMG, Warner Music und EMI in die Pflicht nahm. Warner Music hat diesem Ansinnen Jobs' bereits eine Absage erteilt. Damit könnte EMI der erste Medienkonzern werden, der im großen Stil digitale Musik ohne Kopierschutz vertreibt. Entschieden scheint aber noch nichts zu sein: EMI könne den Plan immer noch kurzfristig aufgeben, warnen Branchenkenner dem Wall Street Journal zufolge.
(pek)
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