27.11.2009 18:00
Etwa ein Viertel des weltweiten Datenverkehrs im Internet entsteht durch Video- und Audio-Echtzeitabrufe. Angesichts der immer höheren Auflösungen von Youtube & Co wachsen nicht nur die übertragenen Datenmengen, sondern auch die Anforderungen bei der Videowiedergabe. Beim Abspielen von Blu-ray-Medien übernehmen daher spezielle Videoeinheiten in den Grafikchips einen Großteil der Dekodierarbeit und entlasten den Prozessor.
Die Beta-Version von Adobes Flash Player 10.1 ermöglicht dies nun auch bei Web-Filmchen, die den H.264-Codec verwenden. Anderthalb Wochen nachdem AMD den Catalyst 9.11 mit dieser Funktion freigegeben hat, folgt Nvidia mit dem GeForce 195.62. Von der Flash-Videobeschleunigung profitieren mit Ausnahme der GeForce 8800 GTS 320, GTS 640, GTX und Ultra alle Grafikkarten der GeForce-Generationen 8 und neuer. Zudem handelt es sich beim GeForce 195.62 um den ersten offiziellen Treiber für die GeForce 205, 210 und GT 240 sowie um den ersten finalen Treiber mit OpenCL-1.0-Unterstützung. Bis dato war für letzteres noch eine spezielle Version von Nöten.
Im halbtransparenten Design erstrahlt die überarbeitete Bedienoberfläche der Intel-Grafiktreiber.
Bei den 3D-Funktionen blieben die Nvidia-Entwickler ebenfalls nicht untätig und fügten für die kürzlich erschienenen Spiele Borderlands, Call of Duty: Modern Warfare 2 und FIFA Soccer 10 SLI-Profile hinzu. In der Menüleiste der Nvidia-Systemsteuerung lässt sich unter dem Punkt 3D-Einstellungen eine Statusanzeige für den PhysX-Modus einschalten. Sie zeigt an, ob die PhysX-Effekte in 3D-Spielen vom Prozessor oder vom Grafikchip berechnet werden.
AMD schob nur anderthalb Wochen nach dem Catalyst 9.11 einen Hotfix-Treiber für Radeon-Grafikkarten nach, der die Performance von CrossFireX-Systemen beim Rennspiel Colin McRae: Dirt 2 verbessert.
Wesentlich moderner als bisher wirkt die überarbeitete Oberfläche des Treibers für die integrierten Grafikeinheiten der Intel-Chipsätze. Statt in klassischer Windows-95-Optik lassen sich die Monitor-, Farb- und 3D-Einstellungen der GMA-Grafikkerne nun in einem halbtransparenten, dunkelblauem Treiber-Interface anpassen.
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