30.11.2009 08:31
Es ist ein neuer Ansatz, Tumore zu bekämpfen: Forscher an der Harvard University haben eine implantierbare Polymerscheibe entwickelt, die Immunzellen anzieht und diese für Angriffe auf Krebsgeschwüre vorbereitet. Mäuse mit einem malignen Melanom überlebten mit dieser Technik deutlich länger als eine Kontrollgruppe, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Bei der Hälfte der so "geimpften" Tiere verschwanden die Tumore sogar ganz, heißt es in der Studie, die jetzt im Journal "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde.
Die Forscher glauben, dass das Implantat eine breitere Immunantwort als andere bislang getestete Krebsimpfstoffe hervorrufen kann und deshalb besser wirkt. Das Start-up InCytu aus Lincoln, Rhode Island, entwickelt die Technologie gerade weiter, um demnächst mit klinischen Tests am Menschen beginnen zu können.
So ermutigend die Tierversuche auch sind: Wie es bei neuen Krebstherapien häufig der Fall ist, lässt sich bislang kaum vorhersagen, wie gut sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. So zeigte eine Anzahl interessanter Krebsimpfverfahren zwar diverse Erfolge im Tiermodell, beim Menschen wirkten sie in klinischen Tests dann aber nicht.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Wissenschaftler bei BASF und am Fraunhofer-Institut haben einen Zusatzstoff für Baumaterialien entwickelt, der Klimaanlagen ersetzen könnte.
mehr…
Forscher der Princeton University haben ein flexibles Material entwickelt, das mechanische zu 80 Prozent in elektrische Energie umwandelt.
mehr…
Britischen Forschern ist es gelungen, mit bildgebenden Verfahren Kontakt zu Menschen mit schweren Hirnschädigungen aufzunehmen.
mehr…
Da ist es einmal ein wenig kälter als sonst, schon brechen sämtliche verkehrlichen und öffentlichen Systeme zusammen, von denen man annahm, sie seien resistent. Prüft eigentlich niemand mehr Technik?
mehr…
ONLINE MARKT
Werbung