10.08.2007 16:47
Microsoft ist offenbar selbst davon überrascht, wie lange sich trotz der Markteinführung von Windows Vista der Vorgänger im Markt hält. Deutliches Anzeichen dafür: Für Windows XP Professional werden langsam die Produktschlüssel knapp, mit denen Anwender ihre Windows-Installation aktivieren müssen. Deshalb hat Microsoft jetzt ein "Service Pack 2c" genanntes Update herausgebracht, das ab September Pflicht für Computerhersteller wird, die ihre Rechner mit der System-Builder-Version von Windows XP Professional bestücken.
Das Service Pack schaltet einen neuen Bereich von Produktschlüsseln frei, die nicht kompatibel zum bisherigen Prüfverfahren sind. Hersteller, die einen der neuen Schlüssel auf den Rechner kleben, müssen daher das Service Pack 2c in ihr Installations-Image einspielen. Andernfalls könne der Käufer die Windows Installation nicht ordnungsgemäß abschließen, heißt es in einem TechNet-Blog-Beitrag. Das Service Pack soll System Buildern ab September über ihre Distributoren zur Verfügung gestellt werden. Betroffen ist ausschließlich Windows XP Professional in der normalen und der von der EU verordneten N-Version ohne Windows Media Player. Für Windows XP Home, die Media-Center- und die Tablet-PC-Edition sowie für die 64-Bit-Ausgabe reichen die Schlüssel offenbar vorerst noch.
Obwohl Microsoft das Update als Service Pack tituliert, sind außer der neuen Schlüsselverwaltung keine funktionalen Änderungen oder Patches enthalten. Es handelt sich also ausdrücklich noch nicht um das Service Pack 3 für Windows XP, an dem Microsoft offenbar bereits arbeitet und über dessen Erscheinungstermin amerikanische Websites bereits heftig spekulieren.
An den Terminen, zu denen Microsoft Windows XP vom Markt nehmen will, ändert das Service Pack 2c nichts: Software-Händler und OEM-Hersteller bekommen XP noch bis Ende Januar nächsten Jahres, für System Builder ist am 31. Januar 2009 Schluss.
(hos)
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