31.07.2008 20:29
Die Europäische Kommission hat den ersten Verwaltungsrat des neuen Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) benannt. Insgesamt 18 Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Hochschulbildung in Europa werden am 15. September in Budapest zu einer ersten Sitzung zusammentreten. Das mit ehrgeizigen Plänen angedachte, nach Geld- und Kompetenzstreitigkeiten in den vergangenen drei Jahren aber kräftig zurechtgestutzte EU-Forschungsnetzwerk nimmt seine Tätigkeit damit offiziell auf.
Der Verwaltungsrat wird für die Festlegung der Gesamtstrategie des EIT und die Auswahl, Koordinierung und Evaluierung der sogenannten KICs (Knowledge and Innovation Communities) verantwortlich sein. Diese auf Zeit geschlossenen Wissens- und Innovationsgemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Klimawandel, Energie, IT), denen Unternehmen sowie Hochschul- und Forschungseinrichtungen angehören, sollen "Innovationen in Bereichen von zentralem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Interesse herbeiführen und fördern". Die ersten KICs sollen ihre Tätigkeit bis Ende 2009 aufnehmen.
Von der EU wird das EIT bis zum Jahr 2013 mit 308 Millionen Euro gefördert, 15 Millionen Euro sind für die Verwaltung vorgesehen. Um den Standort des Netzwerks zur Forschungsförderung hatten sich außer Ungarn auch Österreich (Wien) und Polen (Breslau) beworben. Ausschlaggebend für die Wahl Ungarns im Juni war unter anderem, dass in dem Land, das seit 2004 zur Europäischen Union gehört, noch keine EU-Agentur angesiedelt ist. Deutschland wird im 18-köpfigen EIT-Verwaltungsrat durch Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, und Peter Tropschuh, Leiter der AutoUni des Volkswagen-Konzerns, repräsentiert.
(pmz)
English version: New European Institute of Innovation and Technology is ready for take-off
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