22.12.2006 18:13
Die Kontrolle des Medienmoguls Rupert Murdoch über sein News-Corp.-Imperium ist nicht mehr gefährdet. Nach mehrjährigen Verhandlungen gibt der Medienunternehmer John Malone seinen Anteil von 16,3 Prozent an der News Corp. wieder ab. Malones Liberty Media bekommt dafür 38,6 Prozent an dem Satelliten-TV- Betreiber DirecTV, drei regionale Sportsender und 550 Millionen US-Dollar (380 Millionen Euro) in bar, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten.
Malone hatte seinen Stimmrechtsanteil bei News Corp. vor rund zwei Jahren auf 19 Prozent aufgestockt und damit Murdoch ernsthaft Sorgen gemacht. Murdoch setzte daraufhin in einem so genannten "Giftpillen"-Plan umstrittene Maßnahmen in Aktion, die Malone eine weitere Erhöhung des Anteils unattraktiv machen sollten. Das führte zu Protesten von Aktionären, die dadurch die Entwicklung des Aktienkurses gebremst sahen. Die Murdoch-Familie kontrolliert den News-Corp.-Konzern, zu dem unter anderem Zeitungen wie die Londoner "Times" und die Fox-Fernsehsender und -Filmstudios gehören, mit einem Stimmrechtsanteil von rund 30 Prozent.
Der Wert von Malones Beteiligung an News Corp. liegt bei elf Milliarden US-Dollar. Die künftige domininierende Rolle bei DirectTV bedeutet für ihn eine Rückkehr im großen Stil ins Fernsehgeschäft, nachdem er vor sieben Jahren den Kabel-TV-Riesen Tele-Communications Inc. verkauft hatte. In Deutschland wollte Malone vor einigen Jahren Kabel-Netze der Deutschen Telekom kaufen. (dpa) / (dpa)
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(pmz)
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