30.04.2007 16:47
Intel will ab Juni zwei Mainboards für Notebooks verkaufen. Da es bei Notebooks keinen übergreifenden Komponentenstandard wie etwa ATX für Desktop-Systeme gibt, werden die Mainboards gemeinsam mit passenden Notebook-Barebones von Mitac vertrieben. Über diese ist bislang nur bekannt, dass sie mit 15,4-Zoll-Bildschirmen ausgestattet sind. Preise nennt Intel nicht.
Auf beiden Mainboards kommt Intels Chipsatz Mobile 965 der in Kürze startenden Notebook-Plattform mit Codename Santa Rosa zum Einsatz. Das MGM965TW ist für das Geschäftsumfeld gedacht. In Zusammenspiel mit dem Gigabit-Netzwerkchip 82566MM und dem WLAN-Modul 4965 (802.11a/b/g/pre-n), beide von Intel, darf ein so bestücktes Notebook das Label Centrino Pro tragen. Analog zum vPro-Logo für Desktoprechner bieten die zwei Netzwerkschnittstellen Fernwartungsfunktionen für den dahinter liegenden Rechner. Beim MGM965JB für Consumer verzichtet Intel auf die Management-Funktionen. Sofern Intels WLAN-Modul eingebaut wird, läuft das Notebook immerhin unter den Centrino-Duo-Label. Beide Mainboards unterstützen die kommenden mobilen Core-2-Duo-Prozessoren mit FSB800 und den Festplattencache Turbo Memory.
Ob es die Mainboards und die zugehörigen Barebones jemals im freien Handel für Endkunden zu kaufen geben wird, ist ungewiss: Sie sind eher für kleine Händler gedacht, die standardisierte Komponenten zu fertigen Geräten zusammenschrauben. Notebook-Barebones gibt es zwar schon länger, aber bislang musste der OEM-Hersteller immer alle Komponenten (Mainboard, Gehäuse, Kühlung, Schittstellenposition, usw.) selbst entwickeln. Dadurch, dass Intel nun einen Teil der Entwicklungsarbeit übernimmt und einige Komponenten zumindest halbwegs standardisiert, könnten die Barebones mittelfristig günstiger werden und dem Händler verschiedene Kombinationen von Board und Gehäuse ermöglichen.
(mue/c't)
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