16.09.2009 11:41
Noch hat die EU der Übernahme Suns durch Oracle nicht zugestimmt, doch der Konzern bringt nun das erste gemeinsame Produkt heraus. Oracles schillernder Chef Larry Ellison präsentierte die "Exadata 2" getaufte Datenbankmaschine in einem Webcast. Sie sei doppelt so schnell wie der voriges Jahr präsentierte Vorgänger "Exadata 1" und damit der Welt "schnellste Maschine für Warehousing und Online Transaction Processing".
Oracles Chef Ellison präsentiert die neue OLTP-Maschine.
Bild: Webcast von Oracle
Als Software kommt die kürzlich vorgestellte Version 2 der Datenbank Oracle 11g zum Einsatz. Die Hardware besteht aus CPUs vom Type Xeon 5500 Nehalem, 72 GByte DDR3-RAM, SAS (Serial Attached SCSI)-Flash-Platten mit 600 GByte Fassungsvermögen sowie 2 TByte großen SATA-Festplatten. Die Storage-Server sind per Infiniband mit 40 Gbps angebunden. Sun hatte bereits im März x64-Server mit Solid-State-Disks vorgestellt. Mit ihrer jetzt eingeführten "FlashFire"-Technik will die Firma 1 Million Ein-/Ausgabe-Operationen pro Sekunde erreichen.
Oracle bietet vier Versionen von Exadata 2 an. Die kleinste besteht aus einem Datenbank- und einem Storage-Server, die größte ("full rack") kombiniert acht Datenbank- mit vierzehn Storage-Servern. Sie arbeitet mit 64 Cores, 400 GByte RAM, 5 TByte Flash- und 336 TByte Festplatten-Speicher. Die Preise reichen von 110.000 bis zu 1,15 Millionen US-Dollar.
Geschwindigkeit soll nicht nur die Hardware bringen. Für Warehouse-Anwendungen speichert Oracle die Daten spaltenweise und komprimiert sie dann – der Hersteller spricht von einer Schrumpfung auf ein Zehntel. Dadurch lassen sich größere Teile der Daten im schnellen Flash-Speicher halten.
Das Tempo von Exadata 2 sollen Benchmark-Messungen belegen. In seiner Präsentation (PDF-Dokument) vergleicht Oracle allerdings noch die TPC-H-Ergebnisse von 11gR1 auf HP-Hardware unter anderem mit Exasol auf Fujitsu Primergy.
(ck/iX)
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