03.01.2007 15:07
Nach 17 Jahren gab der Entwickler David Harris am heutigen Mittwoch das Aus für den Mail-Client Pegasus Mail bekannt. Ebenfalls von der Einstellung betroffen ist der Mailserver Mercury. Inhaber von Support-Lizenzen will Harris bei der Migration auf andere Systeme unterstützen; die Download-Seiten der beiden Programme sind noch online, aber nicht mehr auf der Hauptseite verlinkt.
Zuletzt hatte Harris noch versucht, durch vollständig kostenlose Herausgabe von Pegasus (inklusive Online-Handbuch) und eine kommerzielle Lizenz für Mercury seine Projekte zu retten. Für die Einstellung macht er die veränderte Mentalität der Anwender verantwortlich, die immer weniger bereit seien, für kostenlose Software zu spenden.
Pegasus ist ein Mail-Client für 32- und 16-Bit-Versionen von Windows sowie für MS-DOS; das E-Mail-Transportsystem Mercury, 1993 erstmals veröffentlicht, setzt auf Novell Netware oder 32-Bit-Windows auf. Pegasus Mail war an der neuseeländischen Universität Dunedin entstanden und erfreute sich vor allem an Hochschulen großer Beliebtheit; bereits frühzeitig setzte das Programm auf Mail-Filterung. Mitte vergangenen Jahres erschien Version 4.41, auch auf Deutsch.
Erst im Oktober hatte mit Eudora ein anderer Traditions-Mailer durch eine Fusion mit Thunderbird praktisch die Segel gestrichen; Mulberry kehrte dagegen nach dem kommerziellen Aus als kostenlose Version zurück.
(heb/c't)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Kommentare lesen (287 Beiträge)
Linux ist die reinste Plaudertasche – was die Systemdienste und der Kernel so melden, landet, oft recht unübersichtlich, in Log-Dateien. Der Dienst rsyslog erleichtert es dem Admin, relevante Informationen in den Systemprotokollen zu finden.
mehr…
Die VPN-Software Tinc braucht keinen zentralen Einwahl-Server, sondern verbindet mehrere Tinc-Rechner gleichzeitig. Fällt eine der Verbindungen aus, liefert die Software die Netzwerkpakete auf dem kürzesten Weg über die verbleibenden ans Ziel.
mehr…
Bürgerrechtler nehmen Podcast-Patent auf die Abschussliste
EU-Kommission genehmigt Nortel-Übernahme durch Avaya
Neue Veranstaltungsreihe: Rechenzentren & Infrastruktur
Machtpoker um die Vergabe von IP-Adressen und die DNS-Aufsicht
ENISA-Studie hilft bei Risikoabschätzung für Cloud Computing
ONLINE MARKT
Werbung