08.12.2009 08:39
Schon seit vielen Jahren werden kleine Windräder in Flugzeugen eingesetzt, um mit der durch die Luftströmung anfallende Energie vitale Instrumente wie das Radar oder Teile der Hydraulik weiterarbeiten zu lassen, sollten Primärenergiesysteme ausfallen.
Forscher am City College of New York (CCNY) wollen diese Idee nun auch auf den Automobilbau anwenden – wenn auch in deutlich kleinerem Maßstab, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Wissenschaftler um Professor Yiannis Andreopoulos vom Experimental Fluid Mechanics and Aerodynamics Laboratory haben dazu einen so genannten Energy Harvester gebaut, der an verschiedenen Stellen im Fahrzeug eingesetzt werden kann, um Energie aus dem Fahrtwind zu beziehen, die dann in Elektrizität umgewandelt wird.
Es handelt sich um unter 3 Zentimeter große Aufwölbungen, die sich am Fahrzeugrumpf oder an der Karosserie befestigen lassen. Eine Windmühle stellen die Minigeneratoren nicht da: Stattdessen verändert die Windenergie ein Spezialbauteil, an dem sich wiederum ein piezoelektrischer Effekt einstellt. Dabei entsteht eine elektrische Spannung an einem Festkörper, wenn dieser elastisch verformt wird. Die dabei auftretende Elektrizität lässt sich dann abführen und anderweitig nutzen.
Noch reichen die an dem piezoelektrischen Element gemessenen Ströme allerdings nicht aus, um beispielsweise die Lichtmaschine zu ersetzen oder zumindest wichtige Teile der Bordelektronik zu betreiben. Dennoch lässt sich die gewonnene Energie in einem Akkumulator speichern, um beispielsweise an Bord befindliche Mobilelektronik zu laden. Andreopoulos optimiert seinen Generator gerade, um mehr Spannung zu beziehen.
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