23.01.2008 13:35
In der zweiten Jahreshälfte 2007 wurden deutlich mehr Plasmaschirme verkauft als Anfang des Jahres. So verzeichneten die Hersteller laut iSupply im vierten Quartal 2007 einen Zuwachs gegenüber dem Vorquartal um 27,1 Prozent von 2,4 auf 3 Millionen Geräte; gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 15 Prozent mehr Plasmaschirme ausgeliefert. Die erste Jahreshälfte 2007 war dagegen mit einem dünnen Plus von 4,5 Prozent im zweiten Quartal und einem Minus von 16 Prozent im ersten Quartal deutlich schlechter ausgefallen. Grund für die deutlichen Steigerungen der zweiten Jahreshälfte waren die höhere Nachfrage und die stark gesunkenen Preise. Vor allem im Bereich ab 50 Zoll Schirmdiagonale konnten sich die Plasmaschirme gegenüber der LCD-Konkurrenz durch attraktive Preise behaupten.
Trotz der hoffnungsvollen Quartalszahlen will indes kaum ein Plasmahersteller seine Kapazitäten erweitern – nach den Prognosen der Analysten sollen die Stückzahlen ab 2009 nur noch wenig steigen und auch das Umsatzwachstum soll nur noch moderat ausfallen. Einzig Marktführer Matsushita/Panasonic plant den Ausbau seiner Plasmapanel-Fabrik. Der japanische Hersteller hält einen Marktanteil von 30,2 Prozent, Samsung und LG Electronics liegen mit 29,1 respektive 28,8 Prozent knapp dahinter. Angesichts der vorsichtigen Zurückhaltung wird die ausgewogene Liefersituation am Markt auch 2008 und darüber hinaus Bestand haben, glauben die Marktforscher von iSupply.
Die Hersteller arbeiteten vielmehr daran, die Produktionskosten zu senken und die Plasmatechnik zu verbessern. Auch die Leistungsaufnahme der Plasmadisplays soll demnach gesenkt werden. Mit verbesserten Grundmaterialien müssten die Fertigungskosten und damit auch die Gerätepreise weiter reduziert werden. Dadurch könnten vor allem die größeren Plasmafernseher günstiger angeboten werden, als LCD-Geräte. Durch die starke LCD-Konkurrenz seien solche Preisreduktionen zwingend nötig, so iSupply.
Bis zum Jahr 2011 sollen 20,1 Millionen Plasmaschirme und damit doppelt so viele Geräte wie 2006 ausgeliefert werden. Gleichzeitig soll aber der Umsatz in diesem Bereich 2011 mit weltweit 7,64 Milliarden US-Dollar gegenüber 7,63 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 nur unwesentlich steigen. Die Zahlen verdeutlichen das Dilemma der Plasmaproduzenten: Der durchschnittliche Verkaufspreis wird demnach von 768 US-Dollar in 2006 auf nur 380 US-Dollar in 2011 sinken – trotz des Fokus" auf große Schirmdiagonalen. Hier profitabel zu bleiben, dürfte die meisten Hersteller davon abhalten, derzeit größere Investitionen zu tätigen.
(uk)
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