09.10.2009 10:00
In einigen Wochen wird US-Präsident Barack Obama über das bemannte Raumfahrtprogramm der USA entscheiden. Das von der Regierung eingesetzte Augustine-Komitee hat in seinem Bericht empfohlen, die private Raumfahrtindustrie künftig stärker einzubinden, um die Kosten zu senken. Das sieht auch der frühere Astronaut Franklin Chang Diaz, Präsident der Ad Astra Rocket Company, einem NASA-Spin-off, so.
Ad Astra entwickelt derzeit einen neuen Ionenantrieb: die "Variable Specific Impulse Magnetoplasma Rocket" (VASIMR), die im Weltraum eines Tages chemische Raketentriebwerke ersetzen soll. Vergangene Woche schaffte das Unternehmen erstmals die wichtige Leistungsmarke von 200 Kilowatt. 2013 soll VASIMR einsetzbar sein. Im Interview mit der Online-Ausgabe von Technology Review sprach Diaz nun über den Beitrag, den private Unternehmen im All leisten können.
Dabei fand er durchaus harte Worte: "Die NASA hat die Raumfahrt mit den Mondlandungen entscheidend vorangebracht. Seither hat sich die Welt verändert, aber die NASA nicht." Sie verharre in ihrer ruhmreichen Vergangenheit der Apollo-Tage und sei im Wesentlichen noch immer die NASA der Sechzigerjahre. "Ich meine das nicht einmal abwertend. Was sie erreicht hat, war großartig und hat die Leute fasziniert." Durch die Fixierung auf die Vergangenheit sei jedoch ein Loch entstanden, in das jetzt die Privatwirtschaft stoßen könne.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-817284
Wer hätte gedacht, dass in Zeiten von Avatar und Inception auch ein Schwarz-weiß-Film begeistern kann.
Immer mehr Menschen kriegen Ärger, weil sie über Twitter oder Facebook Dampf ablassen. Dabei könnte Technologie hier durchaus Abhilfe schaffen.
Maschinen-Megalomanie: Es sind erstaunlich kleine Dinge, die Großtechnologien zu Fall bringen.