21.08.2008 15:02
Mit Unterstützung von Nokia haben Mozilla-Entwickler die Linux-Version von Firefox 3 auf die GUI-Plattform Qt portiert. Die Portierung verfolgt zwei Zwecke: Zum einen integriert sich ein Qt-basierter Browser besser in den KDE-Desktop als die auf dem Gnome zugrunde liegenden Toolkit Gtk+ basierende Version; zum anderen lässt sich der Qt-Firefox einfach auf Qt-basierte Embedded-Systeme portieren.
Hier vor allem liegt das Interesse von Nokia, hat das Unternehmen doch Anfang des Jahres den Qt-Hersteller Trolltech gekauft – auch wenn der Hildon-Desktop der eigenen Embedded-Linux-Plattform Maemo derzeit auf Gtk+ aufsetzt und Qt mit Webkit bereits eine eigene HTML Rendering Engine enthält. Ein Nokia-Entwickler erklärte allerdings in einem Interview, mit Firefox und der Gecko-Engine sei es einfacher, einen brauchbaren mobilen Browser zu bauen. Außerdem werde Webkit teilweise von dem Nokia-Konkurrenten Apple kontrolliert, der die Qt-Rendering-Engine in seinem Browser Safari einsetzt.
Eine erste Version des noch experimentellen Qt-Firefox steht zum Download bereit. Die Entwickler wollen aber darauf hinarbeiten, dass die Qt-Version zu einem der offiziellen Firefox-Ports wird – neben Gtk+, Windows und Mac OS X.
(odi/c't)
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