01.11.2007 13:02
US-Wissenschaftler haben gezeigt, dass sowohl die Stromversorgung als auch Funk-Kommunikation von Nano-Maschinen mit Hilfe von Nano-Röhrchen möglich ist. So berichtet ein Team vom Lawrence Berkeley National Laboratory und der University of California in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nano Letters, wie sie es geschafft haben, aus einem Kohlenstoff-Nanoröhrchen Antenne, abstimmbaren Bandpassfilter, Verstärker und Demodulator eines Radioempfängers herzustellen.
Dazu befestigten Alex Zettl und Kollegen ein Kohlenstoff-Nanoröhrchen an einem Ende, sodass es mit dem anderen Ende frei schwingen konnte. Gegenüber diesem frei schwingenden Ende befindet sich eine Gegen-Elektrode. Zwischen Nanoröhrchen und Elektrode wird eine Spannung angelegt, die dafür sorgt, dass zwischen Röhrchen und Elektrode ein Feldemissionsstrom fließt. Empfängt das Röhrchen nun elektromagnetische Wellen, die in etwa seiner mechanischen Resonanzfrequenz entsprechen, fängt es an zu vibrieren (Video), was wiederum den Strom zwischen den Elektroden moduliert.
Das Nano-Radio funktioniert allerdings nur, wenn das Röhrchen im Vakuum gelagert wird. Chris Rutherglen und Peter Bruke von der University of California, Irvine, stellen in der Print-Ausgabe von Nano Letters eine etwas robustere Variante vor, bei der das Nano-Röhrchen lediglich als Demodulator verwendet wird (Video).
Siehe dazu in Technology Review:
(wst)
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