16.10.2007 12:22
Am neu gegründeten "Research Institute for Cognition and Robotics" (Cor-Lab) der Universität Bielfeld arbeiten Forscher künftig an der Fortentwicklung des Honda-Roboters Asimo. Gleich zwei der fortschrittlichen humanoiden Automaten hat der japanische Mischkonzern dem Labor deshalb zur Verfügung gestellt, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Honda legt für die Zusammenarbeit sogar Teile der bisher wie ein Goldschatz gehüteten Steuerungssoftware der Maschine offen. "Lernen lernen" solle Asimo bei ihnen, sagt Cor-Lab-Geschäftsführer Jochen Steil. An dem interdisziplinären Institut werden Informatiker, Linguisten, Biologen, Psychologen und Sportwissenschaftler zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, humanoide Roboter wie Asimo mit kognitiven und sozialen Fähigkeiten auszustatten und sie damit zu alltagstauglichen Assistenten für den Menschen zu machen.
Da gibt es noch einiges zu tun, meint Steil: "Motorisch kann Asimo zwar schon sehr viel, aber in der Fußgängerzone würde er vermutlich nicht weit kommen. Für die äußere Welt ist er noch nicht ganz geeignet." Doch genau da wolle man hin, so der Cor-Lab-Geschäftsführer im TR-Interview. Wirklich fit für die Welt würden die Automaten aber erst in einigen Jahren sein: "Die nächste Roboter-Generation wird in der Lage sein, gut auf den Menschen zu reagieren und zu erkennen, dass sich eine Person an ihn wendet. Auch ein begrenzter und sinnvoller Dialog wird sehr wahrscheinlich möglich sein."
Mehr zum Thema in Technology Review online:
(bsc)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-185526
Immer mehr Menschen kriegen Ärger, weil sie über Twitter oder Facebook Dampf ablassen. Dabei könnte Technologie hier durchaus Abhilfe schaffen.
Maschinen-Megalomanie: Es sind erstaunlich kleine Dinge, die Großtechnologien zu Fall bringen.
Japans Fahrstühle gehören nicht nur zu den schnellsten der Welt. Sie fahren sogar so sanft, dass eine auf die Kante gestellte Münze nicht umfällt.