03.11.2009 16:20
Wissenschaftler an der Michigan State University wollen Roboter-Fische zur Überwachung der Wasserqualität von Seen entwickeln. Xiobo Tan und Kollegen arbeiten bereits seit mehreren Jahren an besonders energieeffizienten Roboterfischen, die von elektroaktiven Polymeren - so genannten künstlichen Muskeln - angetrieben. Die Fische sollen selbstständig über Monate hinweg operieren und Ökologen beispielsweise mit Daten über die Ausbreitung von giftigen Blaualgen versorgen - sie könnten aber auch zur Überwachung von Fischzuchtanlagen eingesetzt werden.
Um die Antriebsenergie besonders gut auszunutzen, haben die Wissenschaftler um Tan Flossen aus elektroaktiven Polymeren hergestellt, die sich unter Spannung verformt, um so den Flossenschlag von Fischen zu imitieren. Der Prototyp muss allerdings noch extern mit Energie versorgt werden
Ein ganz ähnliches Projekt läuft seit Mai diesen Jahres auch in Europa: Hier sollen die von Professor Huosheng Hu von der University of Essex entwickelten Roboterfische nicht nur mit Sensoren ausgerüstet werden, sondern auch über eine Art Schwarmintelligenz verfügen. An dem von der EU geförderten Projekt Schoal ist unter anderem auch das Öl-Explorationsunternehmen Schlumberger beteiligt.
(wst/TR)
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