05.12.2008 14:22
Die RoboCup-Saison 2009 ist eröffnet, nun laufen für Schüler, Studenten und Nachwuchswissenschaftler die Fristen für die Anmeldung zu den Roboterwettbewerben im kommenden Jahr. Höhepunkt wird die RoboCup-Weltmeisterschaft vom 29. Juni bis 5. Juli 2009 in Graz sein.
Dann werden die Teams der Ursprungsidee des RoboCup, 2050 mit Robotern die menschlichen Fußballweltmeister zu schlagen, wieder ein Stück näher gekommen sein. Dieses Ziel bringt den Beteiligten nicht nur Spaß, sondern treibt zugleich die Entwicklung möglichst vielseitig einsetzbarer Roboter voran. Später hinzugekommene Ligen nutzen auch die grundlegenden Erfahrungen aus den Fußballligen, um Roboter für Rettungseinsätze und Hilfsdienste im Haus zu entwickeln. Mit den stetig wachsenden Fähigkeiten der Roboter werden die Anforderungen der Wettbewerbe von Jahr zu Jahr erhöht. Da es aber üblich ist, spätestens nach dem Wettkampf die gewonnenen Erkenntnisse zu veröffentlichen und auch während der Vorbereitungsphase sich untereinander auszutauschen und zu unterstützen, können trotz der Weiterentwicklungen auch immer wieder Teams neu einsteigen, ohne dass sie gleich Weltklasseniveau mitbringen müssten.
Auch der Materialaufwand ist von Liga zu Liga ganz unterschiedlich: Während in den Seniorligen die Instandhaltung und Erneuerung nicht nur bei den besonders stark beanspruchten Fußball-Robotern schnell immer wieder ein paar Tausend Euro kosten kann - die viele Teams ebenso wie die Reisekosten ohne großzügige Sponsoren nicht aufbringen könnten -, reicht bei den Schülerteams auch noch ein handelsüblicher Robotikbaukasten und ein Rechner aus, um die in den Ligen Soccer, Rescue und Dance gestellten Aufgaben zu bewältigen.
Zumindest im Fußball steigen die Hardware-Anforderungen für die Schüler ab 2009 ein wenig an: Bei der Weltmeisterschaft in den Soccer-Ligen werden die Mannschaften mit jeweils zwei Robotern auf grünen Feldern mit und ohne Bande spielen. Bei den drei Vorausscheidungen für die Schülerteams zur German Open in Magdeburg, am Nürburgring und in Fürstenfeldbruck sowie den German Open auf der Hannover Messe selbst wird es als dritte Kategorie aber auch noch das bisherige Graustufen-Spielfeld mit jeweils einem Roboter pro Team geben.
Da die Vorausscheidungen bereits im Februar und März stattfinden, müssen sich die Juniorgruppen bis zum 19. Dezember für diese erste Runde des Robotikwettbewerbs anmelden. Seniorenteams haben dagegen noch bis zum 8. Januar Zeit haben, sich für eine Teilnahme zu entscheiden. Sie steigen direkt bei den German Open ein, die bisher die größte Veranstaltung unter den Vorausscheidungen für die RoboCup-WM ist.
Das Fraunhofer IAIS und die Deutsche Messe organisieren die mit Hilfe von Sponsoren finanzierten German Open zum dritten Mal gemeinsam. Die vom 20. bis 24. April ausgetragenen Wettbewerbe werden sich auf der Hannover Messe mit der Ausstellung Mobile Roboter & Autonome Systeme diesmal die Halle 22 teilen.
(anm)
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