02.08.2007 11:42
Was Andrew Tanenbaum vor rund einem Jahr mit einem RFID-Virus für Software von Oracle demonstrierte , will der RFID-Sicherheitsspezialist Lukas Grunwald nun auf elektronische Reisepässe verlagern. Mit einem geklontem RFID-Chip und einem präparierten JPG-Bild, wie es auch im E-Pass hinterlegt ist, gelang es ihm, mehrere Lesegeräte respektive die dazugehörige Software zum Absturz zu bringen. Grunwald schließt laut dem Magazin Wired daraus, dass sich über den wahrscheinlich provozierten Buffer Overflow auch Code einschleusen und ausführen ließe. Allerdings sei ihm dies noch nicht gelungen. Seine Untersuchungen sollen Inhalt eines Vortrages "First We Break Your Tag, Then We Break Your Systems" auf der Hacker-Konferenz DefCon in Las Vegas sein.
Sofern es jedoch gelänge, eigenen Code auf dem Lesegerät auszuführen, könne man auch die weitergeleiteten Informationen manipulieren und etwa dem Mitarbeiter an der Grenze auf dem Bildschirm einen gültigen Reisepass vorgaukeln, obwohl er ungültig ist. Welche Lesegeräte betroffen sind, will Grunwald nicht nennen, allerdings seien sie an einigen Flughäfen im Einsatz. Es sei davon auszugehen, dass die Produkte anderer Hersteller den gleichen Fehler aufweisen, da sie mit hoher Wahrscheinlich alle die gleiche (fehlerhafte) Software zum Verarbeiten von Bildern im JPEG2000-Format einsetzen.
Siehe dazu auch:
(dab/c't)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Kommentare lesen (251 Beiträge)
Themen-Forum Schwachstellen
English version: Scan me and I'll get you!
Programmieren von Exploits
Sieben Tutorials zeigen alles, was man wissen muss, um zuverlässige Exploits für Buffer Overflows in Software zu schreiben
mehr...
TLS-Renegotiation-Schwachstelle erklärt
Anhand einfacher Grafiken zeigt Thierry Zoller, wie sich die TLS-Renegotiation-Schwachstelle ausnutzen lässt.
mehr...
Security Operations von Innen
Im Security Operations Center (SOC) überwacht Symantec aus der Ferne die Netzwerke seiner Kunden auf Hackerangriffe und verdächtige Aktivitäten. Wir haben uns das SOC von innen angeschaut.
mehr...
Sicherheitslücken in Add-ons gefährden Firefox-Anwender
ENISA-Studie hilft bei Risikoabschätzung für Cloud Computing
Fedora rudert bei den Installationsrechten zurück
PHP 5.3.1: Bug-Fixes und Sicherheitskorrekturen
Forderungen nach mehr Videoüberwachung für Sicherheit in Bus und Bahn
ONLINE MARKT
Werbung