22.06.2009 10:16
Zwischen großen Unternehmen gibt es nach Vermutung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz einen regen Austausch unter den Sicherheitsabteilungen. "Möglicherweise sind bei der Kooperation auch personenbezogene Daten im Spiel", sagte Peter Schaar dem Tagesspiegel. Die Firmen bedienten sich teilweise sogar derselben Detekteien. "Aber es gibt natürlich keine schriftlichen Protokolle über solche Vorgänge. Ich vermute, die Dunkelziffer ist hoch", sagte Schaar der Zeitung.
"Mitarbeiter zu überwachen, ist eine sehr weit verbreitete Praxis", betonte Schaar nach dem jüngsten Datenskandal bei der Post. Ein Indiz dafür sei der starke Absatz von so genannter Spionagesoftware, die angeblich der Wartung der EDV diene. "Aber man kann damit auch gut die Computer der Mitarbeiter ausforschen."
Auch ein Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz, an dem derzeit im Bundesarbeitsministerium gearbeitet wird, könne nach Meinung Schaars nicht die illegale Überwachung von Arbeitnehmern verhindern, aber es könne in Zweifelsfragen helfen. "Einem Massenscreening, wie wir es bei der Deutschen Bahn erlebt haben, würde ein solches Gesetz einen engeren Rahmen setzen." (Andreas Wilkens)
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(anw/c't)
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