25.09.2009 12:48
Die neuen Medien wie das Internet drohen das Leben nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) oberflächlicher zu machen. "Die ständige Erreichbarkeit und die schnelle Kommunikation führen zu einem Zwang zur sofortigen Reaktion. Für eine wohlüberlegte, abgewogene Antwort ist oft kein Platz mehr", sagte Schäuble am heutigen Donnerstag in Kassel zur Eröffnung der "Zukunftswerkstatt" der Evangelischen Kirche in Deutschland.
"Soziale Netzwerke bergen die Chance zu einer neuen Kommunikation, aber auch zu Vereinzelung. Wir brauchen Werte und Orientierung, damit uns die scheinbar grenzenlose Freiheit unserer Gesellschaft nicht überfordert", sagte Schäuble. Zuweilen scheine die Gesellschaft "das Maß zu verlieren", Vernachlässigung, Vereinzelung und Verrohung seien das Ergebnis. "Die Anworten auf diese Fragen muss die Politik, muss aber auch die Kirche finden."
Die "Chance zu einer neuen Kommunikation" will die Evangelische Kirche selbst auch nutzen. Sie hat diese Woche evangelisch.de ans Netz gebracht, ihr erstes soziales Netzwerk. Die Mitglieder haben dort die Möglichkeit, "Kreise" zu verschiedenen Themen zu gründen. Auch werden auf evangelisch.de aktuelle Themen redaktionell aufbereitet und ein Überblick über evangelische Online-Dienstleistungen geboten. Spätestens seit dem Kirchentag dieses Jahr in Bremen dürfte so manchem Protestanten soziales Online-Netzwerken nicht mehr fremd sein. Seinerzeit waren 3000 Menschen dem Aufruf des noch nicht gestarteten Portals gefolgt, kürzten Bibelstellen und setzten sie in den Mikroblogging-Dienst Twitter. (Andreas Wilkens)
/
(anw/c't)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Kommentare lesen (356 Beiträge)
Im dritten Anlauf hat er es jetzt endlich an die Spitze der Top500-Liste der Supercomputer geschafft, der Supercomputer am National Center for Computational Science in Oak Ridge. Ein Gastkommentar von Hans W. Meuer, Prometeus & Universität Mannheim. mehr…
Der Streit darüber, was konkret in die Wikipedia gehört und was nicht, fast so alt wie die Online-Enzyklopädie selbst und flammt immer wieder auf. Die sogenannten "Inklusionisten" plädieren dafür, möglichst viele Informationen in die Wikipedia aufzunehmen, während die "Exkludisten" die Zahl beschränken wollen, um die Verlässlichkeit und Wartbarkeit der Artikel zu erhöhen.
mehr…
Bundesregierung will Elektromobilität mehr Gewicht einräumen
Britische Regierung stellt Entwurf für "Three Strikes"-Gesetz vor
Anhörung zu neuem Google-Books-Vergleich im Februar
Nationales Waffenregister in Aktionsplan Deutschland-Online aufgenommen
ONLINE MARKT
Werbung