16.04.2007 18:47
Die Marktkonsolidierung bei Online-Werbevermarktern hält an. Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass Google mit einem Übernahmepreis von 3,1 Milliarden Dollar (2,29 Mrd. Euro) im Kampf um Doubleclick Microsoft und Yahoo überboten hatte, gab am vergangenen Freitag der Schweizer Werbevermarkter Goldbach Media AG die vollständige Übernahme von Adlink Schweiz und Österreich bekannt. Die Goldbach Media Gruppe, ein in der Schweiz führendes Werbevermarktungsunternehmen für elektronische und mobile Medien, war zuvor bereits mit 50 Prozent an der schweizerischen Tochter der Adlink Internet Media AG sowie mit 70 Prozent an der österreichischen Adlink beteiligt.
Die vollständige Integration der beiden Adlink-Töchter in die Goldbach Media Gruppe erfolgt durch Aktientausch. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass die Adlink Internet Media AG 19,4 Prozent der Aktien der Goldbach Media Gruppe erwirbt. Damit wird die Adlink Group, eine Tochtergesellschaft der deutschen United Internet AG, zu einem wichtigen Aktionär der Goldbach Media Gruppe aus Küsnacht bei Zürich. Neben der gesellschaftsrechtlichen Verflechtung planen die beiden Unternehmen eine weit reichende Zusammenarbeit sowie die Lancierung von zusätzlichen Dienstleistungen. Bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte der Managing Director der Adlink Internet Media Schweiz die Leitung der "Business Development, Mergers & Acquisitions" übernommen, einer neue Abteilung innerhalb der Goldbach Media Gruppe.
Hintergrund des Zusammenschlusses ist eine enge Kooperation im Bereich der Vermarktung von konvergenten Medien sowie die gemeinsame Erschließung osteuropäischer Märkte. Man wolle das rasch wachsende Werbevermarktungsgeschäft im Online-Bereich weiter stärken und als One-Stop-Shop komplexe Crossmedia-Lösungen für die Werbeindustrie ermöglichen, heißt es von Goldbach Medien. Die beiden übernommenen Gesellschaften verbleiben im internationalen Netzwerk der Adlink Gruppe, einem der führenden europäischen Anbieter für die Vermarktung von Internetwerbung und digitalen Kommunikationslösungen mit 16 Büros in 10 europäischen Ländern und den USA. (Tom Sperlich) / (Tom Sperlich)
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(vbr)
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