17.08.2006 14:46
Siemens erhält UMTS-Aufträge aus Afghanistan und Saudi-Arabien
Der Siemens-Geschäftsbereich Communications (Com) hat zwei Aufträge zur Errichtung von schnellen Mobilfunk-Datennetzen in Afghanistan und Saudi-Arabien erhalten. Für Telephone Systems International Ltd. (TSI) soll Siemens Com ein UMTS-Netz in Kabul errichten, das von der Afghan Wireless Communication Company (AWCC) genutzt wird. TSI, das seinen offiziellen Geschäftssitz in New York hat und von Ehsan Bayat, einem gebürtigen Kabuler gegründet wurde, ist achtzigprozentiger Anteilseigner von AWCC. Die restlichen 20 Prozent werden vom Afghanischen Ministerium für Kommunikation gehalten. Neben 3G-Technik soll Siemens auch 2G-Equipment an AWCC liefern, das etwa 50 Städte in Afghanistan mit Mobilfunktechnik versorgt. Rund 1,5 Millionen Menschen telefonieren in Afghanistan inzwischen mobil, was einer Marktdurchdringung von rund vier Prozent entspricht.
In Saudi-Arabien soll Siemens Communications das Mobilfunknetz des Betreibers Saudi Telecom im Norden des Landes mit UMTS-Technik erweitern. "Siemens hat bereits in den Jahren zuvor unser GSM-Netz errichtet und uns in den letzten Jahren von seiner Technik und Arbeitsweise überzeugt", erklärte Dr. Ziad Al-Otaibi, Vice President der Saudi Telecom. "In Zukunft werden wir die UMTS-Abdeckung im Land noch weiter ausbauen, sowohl geografisch als auch hinsichtlich der Teilnehmerkapazität." Saudi Telecom war der erste kommerzielle GSM-Mobilfunkbetreiber in Saudi-Arabien. Informationen zum finanziellen Umfang des Auftrags im Königreich Saudi-Arabien gab Siemens Com ebenso wenig bekannt, wie finanzielle Details zum Geschäft mit TSI in der Islamischen Republik Afghanistan.
(pmz)
