29.07.2008 14:35
Der Elektrokonzern Siemens, der derzeit eher mit seiner Schmiergeldaffäre und den Schadensersatzforderungen an das frühere Management von sich reden macht, hat nach zweijähriger Suche einen Partner für seine Telefonanlagen-Sparte SEN gefunden. Das Geschäft werde zu 51 Prozent von dem US-Investor Gores Group übernommen, teilte die Siemens AG mit. Der Elektrokonzern will mit 49 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt bleiben, in das die Amerikaner auch zwei eigene Beteiligungen einbringen. Bis Ende September soll das Geschäft vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden abgeschlossen sein.
Siemens steckt 175 Millionen Euro in das Joint Venture, der neue Partner ebenso viel. "Wie im Februar angekündigt, übergeben wird das Geschäft mit einer soliden Finanzausstattung", erklärte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser in München. So übernimmt der Konzern auch die Schulden der Sparte. Dies alles führt dazu, dass Siemens im vierten Quartal einen "erheblichen" negativen Einfluss auf sein Zahlenwerk erwartet.
Analysten schätzen eine Belastung im hohen dreistelligen Millionen-Bereich. Dem widersprach Kaeser auf Nachfrage nicht. "Wir haben schon im Zwischenbericht des zweiten Quartals darauf hingewiesen, dass die Transaktion einen erheblichen finanziellen Einfluss haben wird", sagte er. Konkrete Zahlen nannte Kaeser aber nicht.
Siehe dazu auch:
(dpa) / (dpa)
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(jk)
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