03.08.2010 08:25
Zwei Forscherteams an der Concordia University in Montreal und an der University of London arbeiten an Kleidungsstücken, die die Stimmung des Trägers ermitteln können und darauf dann passend reagieren. "Wearable Absence" genannt, enthalten die Jacken, Hosen und Pullover integrierte Sensoren für Körpertemperatur, Herzfrequenz, Perspiration und Atmung.
Die so gewonnenen Lebensdaten werden an ein Smartphone in der Jackentasche weitergeleitet, das sie wiederum an einen Server im Internet überträgt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dieser enthält eine Datenbank, die aus den Informationen den aktuellen Gemütszustand des Kleidungsträgers ermitteln kann.
Dort gespeichert sind außerdem Informationen, die der Nutzer vorher abgelegt hat – etwa Musik, Fotos oder Texte, die ihn aufheitern helfen. Diese werden dann auf das Kleidungsstück zurückübertragen, das über einen eingebauten Lautsprecher sowie kleine LED-Bildschirme verfügt, die Grafiken und Texte ausgeben können.
Wichtigste Nutzungsmöglichkeit soll die Bekämpfung von Einsamkeit sein, wie Barbara Layne, Forscherin an Concordia University, sagt. "Mit der Kleidung ist es möglich, die Erinnerung an eine Person wachzurufen, die gerade nicht bei einem sein kann." Ihre Kollegin Janis Jefferies von den Digital Studios der University of London meint, das Neue an "Wearable Absence" sei vor allem die Verbindung von Computer und Intimität. "Der Mensch kontrolliert die Technik, nicht umgekehrt."
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