17.06.2010 09:40
Franz von Brandenstein will zum Retter aller Menschen werden, die vergeblich in den Straßen deutscher Großstädte nach einem Taxi Auschau halten. Der Geschäftsführer der Hamburger Talex GmbH hat eine Smartphone-Anwendung entwickeln lassen, die auf Knopfdruck alle freien in der Nähe verfügbaren Fahrzeuge kontaktieren kann. Bei der Anwendung "Taxibutton" haben sowohl die Fahrgäste als auch die Fahrer ein passendes Programm auf dem Handy. Untereinander verbunden werden sie mittels mobilem Internet, die Positionsangaben des Fahrgastes kommen per GPS, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Ob das Modell aufgeht, hängt stark davon ab, ob sich genügend Fahrer finden, die mitziehen. "Es ist ein Henne-Ei-Problem", sagt Brandenstein. Rund 6000 hat der Unternehmer inzwischen bundesweit zusammen, die Nutzung der Anwendung funktioniere etwa in Frankfurt und Mainz flächendeckend, in Großstädten wie Stuttgart, Köln, Essen Hamburg oder Berlin in immer mehr Bereichen. Um sein Angebot weiter zu verbreitern, hat Talex neben der anfänglichen iPhone-App mittlerweile auch eine Anwendung für die Google-Mobilplattform Android entwickelt. Außerdem arbeitet die Firma an einer Fahrer-Version für Windows Mobile, einem Betriebssystem, das auf vielen der Smartphones läuft, die die Taxizentralen stellen.
Mittlerweile läuft die Technik im Regelbetrieb. Trotzdem kostet Taxibutton in der aktuellen Aufbauphase weder die Fahrgäste noch die Fahrer etwas. Mittelfristig sollen aber zumindest letztere zahlen: Geplant sind 33 Cent pro Bestellung, die sich entweder per Premium-SMS oder In-App-Payment, also direkt in der Applikation per Kreditkarte, begleichen lassen.
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