13.10.2004 13:42
Der Interessenverband einiger großer Software-Hersteller, die Business Software Alliance (BSA), hat sich in den vergangenen zwölf Monaten in den USA mit 25 Unternehmen außergerichtlich auf Zahlungen wegen der Verwendung nicht-lizenzierter Software geeinigt. Auf diese Weise seien insgesamt 2,2 Millionen US-Dollar bei der BSA zusammengekommen. Außerdem haben die 25 Unternehmen eingewilligt, auf die angemahnte Software zu verzichten, legalen Ersatz zu besorgen und ein besseres Software-Management einzuführen, teilt die BSA mit.
Laut einer Untersuchung von Ipsos Public Affairs, die die BSA nun vorgestellt hat, verwendeten etwa 23 Prozent der 1500 Befragten an ihrem Arbeitsplatz nicht-lizenzierte Software. Laut der kürzlich vorgestellten Global Software Piracy Study sind 22 Prozent der in den USA verwendeten Software nicht lizenziert. Dadurch sei im vergangenen Jahr ein Schaden von 6,5 Milliarden US-Dollar entstanden. Von der weltweit installierten Software im Wert von 80 Milliarden US-Dollar sei lediglich Software im Wert von 51 Milliarden auf legale Weise erworben worden. In Deutschland, so hatte die BSA im Juli bekannt gegeben, sei 30 Prozent aller Software illegal.
Der Verband tritt immer wieder mit Aktionen gegen nicht-lizenzierte Software in Erscheinung. So hatte hatte er im März eine Schonfrist-Kampagne für Kreativ-Unternehmen gestartet. Interessierte Unternehmen können Beratung sowie Hilfestellung bei der "Implementierung von Software-Management-Prozessen" in Anspruch nehmen und durch kostenlos angebotene Analysetools Bedarf und Bestand der eingesetzten Software prüfen.
(anw)
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