17.08.2007 14:27
Das US-Unternehmen Sourcefire hat am heutigen Freitag das ClamAV-Projekt übernommen. Damit besitzt das Unternehmen mit der Antivirenlösung ClamAV das zweite populäre Open-Source-Projekt neben dem Intrusion-Prevention-System Snort.
Die Mitglieder des ClamAV-Kernentwicklerteams arbeiten jetzt als Angestellte bei Sourcefire. ClamAV und die Viren-Definitionsdateien sollen jedoch weiterhin als OpenSource unter der GPL stehen und weiterentwickelt werden. Sourcefire will die Antivirenlösung in seine kommerziellen Sicherheitsprodukte integrieren. Laut eines FAQ des ClamAV-Projekts soll sich für Nutzer der Software aber nichts ändern. Die finanziellen und technischen Ressourcen von Sourcefire sollen dem Projekt zugute kommen.
Sourcefire besitzt durch die Übernahme die Rechte an der ClamAV-Projektseite und -Domain, an der Marke ClamAV sowie an dem Code, den das Kernentwicklerteam zu dem Projekt beigesteuert hat. Code von anderen Beteiligten bleibe unter der Lizenz, nach der sie ihn in das Projekt eingepflegt haben. Bei Sourcefire soll es durch die Übernahme zu einer einmaligen Belastung im dritten Quarten 2007 in Höhe von 0,09 bis 0,12 US-Dollar je Aktie kommen. Weitere Details zu der Übernahme veröffentlichte das Unternehmen nicht.
Mit der Übernahme von ClamAV stärkt Sourcefire seine Position im Sicherheitsmarkt. Die Antivirenlösung kommt auf zahlreichen Sicherheits-Appliances und Internet-Gateways etwa zur Prüfung von E-Mails zum Einsatz. Mit Snort schützen unter anderem das US-Militär und Geheimdienste ihre Rechner.
Siehe dazu auch:
(dmk)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Themen-Forum Politik und Gesellschaft
English version: Sourcefire acquires ClamAV Project
Malware auf der Spur
Kriminelle verschleiern die Spuren ihrer Malware im Internet mit diversen Methoden. Doch mit speziellen Tools kann man die Wege zurückverfolgen und herausfinden, über welche Schwachstelle ein Schädling eingedrungen ist.
mehr…
Weitergereicht - Pass-The-Hash-Angriffe gegen Windows
Wenn man NTLM- oder LM-Hashes aus einem System extrahieren kann, muss man die nicht unbedingt knacken, um sie danach zu verwenden. Oft kann man sie auch direkt weiterverwenden.
mehr…
Spionage auf Blackberry-Geräten
Der Sicherheitsdienstleister SMobile hat untersucht, wie effektiv die Sicherheitsfunktionen arbeiten und wie aussagekräftig Warnungen sind, damit ein Anwender eine richtige Entscheidung treffen kann.
mehr…
ONLINE MARKT
Werbung