15.06.2009 17:52
So richtig grün waren sich das Institute of Computing Technology (ICT) der Chinese Academy of Science und die IP-Schmiede Mips lange Zeit nicht. Stein des Anstoßes war der 2003 unter dem Namen Godson vorgestellte China-Prozessor, der bestenfalls um MIPS-Rechte "herum entwickelt" worden war. Einen ersten Schritt in Richtung saubere Lizenzierung machte das ICT vor zwei Jahren, als es mit ST Microelectronics ein Abkommen schloss, um die Loongson-CPUs auch außerhalb von China anbieten zu können.
Nun verkündet Mips, dass das ICT eine vollständige Lizenz für die MIPS64-Architektur "abgeschlossen" habe. Über weitere und insbesondere finanzielle Details des Deals wurde jedoch bislang nichts bekannt. Die chinesische Regierung hatte in den vergangenen Jahren mehrfach bekräftigt, dass es von strategischer Bedeutung sei, einen eigenen Prozessor zu entwickeln. Mips erhofft sich nun einen direkten Zugang zum chinesischen Markt. Loongson soll unter anderem in günstigen Netbooks zum Einsatz kommen. (Benjamin Benz)
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(bbe)
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