01.08.2012 10:19
"Star Wars: The Old Republic": EA steuert gegen Spielerschwund
Electronic Arts (EA) zählt immer weniger Abonnenten seines Online-Spiels Star Wars: The Old Republik. Waren es zu Spitzenzeiten seit dem Verkaufsbeginn Ende 2011 rund 2 Millionen, tummelten sich dort im Mai dieses Jahres nur noch 1,3 Millionen. Nun sagte EA-Präsident Frank Gibeau zur Vorstellung der Geschäftszahlen für das vergangene Quartal, zurzeit seien es weniger als eine Million Abonnenten. 40 Prozent der Spieler hätten angegeben, das Abo-Modell schrecke sie ab; wenn es aber eine Möglichkeit gebe, das Spiel kostenlos zu spielen, würden sie zurückkehren, berichtete das Blog AllThingsD des Wall Street Journal
Darauf hat EA nun reagiert. Im Herbst soll das Spiel um ein kostenloses Spielmodell ergänzt werden. Spieler, die nicht 15 US-Dollar monatlich bezahlen wollen, können dann auch mitspielen, müssen aber Einschränkungen hinnehmen, teilte EA mit. Ihnen stehen nur die ersten 50 Stufen unentgeltlich bereit. Andere Beschränkungen könnten durch die virtuelle Währung "Kartellmünzen" oder gegen eine Geldzahlung aufgehoben werden. In einem ersten Schritt in die Richtung bietet EA nun das Spiel für 15 statt für 60 US-Dollar an, inklusive einem Monat Gratisspiel.
Im vergangenen Quartal ging der Umsatz des Spieleherstellers laut Mitteilung von 999 Millionen auf 955 Millionen US-Dollar (775 Millionen Euro) zurück. Der Nettogewinn schrumpfte von 221 Millionen auf 201 Millionen US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 3,90 Milliarden bis 4,05 Milliarden US-Dollar. Unterm Strich reicht die Spanne von einem Verlust je Aktie von 0,17 Dollar bis zu einem Gewinn von 0,05 US-Dollar. Die EA-Aktie legte nach dem gestrigen Börsenschluss um 2,7 Prozent zu, da der Verlust je Aktie (Non-GAAP) von 0,41 US-Dollar geringer als von Analysten erwartet ausgefallen war, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete.
(anw)













