25.08.2006 12:57
Die US-Regierung zählt Evolutionsbiologie nicht zu den Fächern, für deren Studium Studierenden mit geringem Einkommen eine Förderung beantragen können. Das berichtet die Tageszeitung New York Times. Demnach tauche Evolutonsbiologie nicht mehr in einer Liste förderfähiger Hauptfächer auf, die das US-Bildungsministerium als offizielle Anlage veröffentlicht hat. Auf Nachfrage der Zeitung gab das Ministerium jedoch bekannt, es handele sich lediglich um ein Versehen – ein Statement, das bei Wissenschaftlern auf Skepsis und Ablehnung stößt.
Erst kürzlich hatte ein Netzwerk von 67 internationalen Wissenschaftsakademien, das InterAcademy Panel (IAP), in einem gemeinsamen Statement gefordert, dass die experimentellen Ergebnisse und Erkenntnisse über die Ursprünge und die Entwicklung des Lebens auf der Erde weder verschleiert noch verneint werden. Vor allem Eltern und Lehrer sollten darauf achten, "dass Schulkinder einen Zugang zu wissenschaftlich gesicherten Informationen über die Evolution haben und nicht stattdessen kreationistische Theorien gelehrt werden, die einer wissenschaftlichen Basis entbehren".
(wst)
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