08.12.2007 10:31
Forscher bei IBM am T.J. Watson Research Center in Yorktown Heights, USA, haben Prozessorkerne über Lichtimpulse gekoppelt. Die ersten Details haben sie im Magazin Optics Express vorgestellt. Sie verwenden Lichtimpulse, um Informationen zwischen Multicores zu übertragen und damit die bisherigen Leiterbahnen aus Kupfer zu ersetzen. Damit wäre es möglich, große Mengen von Prozessoren in einem Gehäuse von der Größe eines Laptops unterzubringen.
Der Energieverbrauch würde laut IBM nur so viel wie der einer Glühbirne ausmachen. Da die Übertragung von Signalen mittels Licht erfolgt, können solche Rechner Daten bis zu 100-mal schneller austauschen. Notwendig sind Modulatoren, die elektrische Signale in Lichtimpulse konvertieren. Damit wird die Integration von optischen Routing-Netzwerken auf einzelne Chips möglich. Das Besondere liegt in der Größe der Modulatoren. Der sogenannte Mach-Zehnder-Modulator aus Silizium kann 100 bis 1000-mal kleiner gebaut werden als es bislang üblich ist. Gleichzeitig wird der Strombedarf um 10 Prozent reduziert.
IBM erhält bei diesem Projekt Unterstützung der US-amerikanischen Militärforschungseinrichtung DARPA. Laut einem Bericht des Wall Street Journal ist mit einem Erscheinen dieser Chips innerhalb fünf Jahren zu rechnen. (Nikolai Zotow) / (Nikolai Zotow)
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(rh)
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