19.08.2008 09:15
Wie jeder Twitter-Fan weiß, leidet der Web-2.0-Kommunikationsdienst quasi seit seinem Bestehen an mehr oder weniger langen Ausfallerscheinungen: Mal funktioniert das komplette Angebot nicht, mal sind nur einzelne Teilfunktionen nutzbar. Pro Monat können da durchaus einige Stunden, manchmal sogar auch einige Tage an Downtime zusammenkommen – für einen populären Internet-Service eigentlich völlig inakzeptabel. Noch ist eine große Abwanderungswelle bei den Nutzern trotz vieler Beschwerden nicht zu erkennen, doch die Gefahr droht. So gibt es inzwischen einige Alternativen – darunter auch dezentrale Open-Source-Projekte.
Twitter will nun reagieren, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Die Firma gibt sich zunehmend offen im Hinblick auf ihre Probleme. Geplant ist demnach ein vollständiger Neuaufbau der Architektur des Dienstes, um die Stabilität deutlich zu verbessern. Einen Zeitplan oder wirkliche technische Details nennt Twitter aber noch nicht. Mitbegründer Biz Stone sagte allerdings in einem Interview, dass die Veränderungen bereits laufen und die Nutzer schon jetzt von ihnen profitieren könnten. "Wir verbessern das System organisch. Damit geht auch einher, dass die Plattform schrittweise stabiler wird."
Twitter erlaubt es seinen Nutzern, 140 Zeichen lange Nachrichten einzugeben, die dann an andere Nutzer weitergeleitet werden – auf Computer, aber auch per SMS auf Handys (Letzteres seit Kurzem allerdings nur noch in Indien, Kanada und den USA). Laut den Ingenieuren der Firma wurde der Dienst ursprünglich mit der Technologie aufgebaut, die man üblicherweise für Content-Management-Systeme (CMS) nutzt. Solche Redaktionssysteme eignen sich nur schwerlich dafür, die Kommunikation von Millionen Nutzern zu organisieren, wie das Twitter inzwischen tut.
Mehr zu den Veränderungen bei Twitter in Technology Review online:
(bsc)
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