15.09.2006 17:22
Sonnenlicht, das durch Kunststofffaserkabel weitergeleitet wird, könnte in Zukunft in Bürogebäuden herkömmliche Beleuchtungssysteme ersetzen. Die US-Firma Sunlight Direct testet die "Hybrid Lighting" genannte Technik, die erstmals in den siebziger Jahren vorgeschlagen worden war, derzeit in mehreren Pilotversuchen in den USA.
Bereits zwei Faserkabel reichen aus, um eine 50-Watt-Glühbirne zu ersetzen. Je nach Ausrichtung des auf dem Dach installierten Lichtsammlers, der Sonnenscheindauer und der generellen Lichtanforderungen im Gebäude spare ein Hybrid-Lighting-System bis zu 8000 Kilowattstunden im Jahr, sagt Duncan Earl, CEO von Sunlight Direct.
Laut Earl ist in Gebäude geleitetes Sonnenlicht nicht nur angenehmer für Menschen. Es erhöht auch die Arbeitsproduktivität in Schulen und Fabriken, wie eine Studie des kalifornischen Board for Energy Efficiency herausfand. Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass in mit Hybrid Lighting ausgeleuchteten Geschäften der Warenabsatz bis zu 40 Prozent höher liegen kann als in herkömmlich beleuchteten Läden.
Die Technik soll 2007 marktreif und für institutionelle Kunden zu beziehen sein. Ein System für Privatkunden soll erstmals 2008 getestet werden.
Mehr dazu in Technology Review online:
(nbo)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Harvard-Wissenschaftler David Sinclair will mit einer verbesserten Variante des Rotwein-Wirkstoffs Resveratrol das Altern verlangsamen.
mehr…
Ein echtes Abfallprodukt der Materialwissenschaft: Mit einem neuen organischen Katalysator wollen US-Forscher den Kunststoff aus den verbreiteten Getränkeflaschen bei nur 75 Grad in seine beiden Ausgangsstoffe zurückführen.
mehr…
Die genetische Zusammensetzung der Mikroorganismen auf der Haut eines Menschen könnte als forensisches Werkzeug dienen.
mehr…
Die neuen Möglichkeiten, die der Medienwandel mit sich bringt, sind ebenso verlockend wie verwirrend. Wann gibt es endlich einen Faltplan für die Zukunft?
mehr…
ONLINE MARKT
Werbung