01.08.2012 15:18
US-Mobilfunker Verizon zahlt 1,25 Millionen Dollar wegen verbotener Tethering-Hürden
Der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wirelss will auf eine Beanstandung der Regulierungsbehörde nun seinen LTE-Kunden das Tethering ohne Aufpreis ermöglichen. Zuvor mussten Vertragskunden, die ihr Smartphone als Modem nutzen, um mit weiteren Geräten via LTE surfen zu können, dafür ein Aufgeld bezahlen. Dies geht aus einer Mitteilung der zuständigen Federal Communications Commission (FCC) hervor.
Außerdem habe der Mobilfunker App-Anbieter dazu veranlasst, Verizon-Kunden keine Apps mehr zu verkaufen, die es erlaubten, das Tethering-Aufgeld zu umgehen. Wie Cnet berichtet, hatte Google Android-Apps aus dem Angebot entfernt, mit denen Verizon-Kunden die Zahlung zusätzlicher 20 US-Dollar fürs Tethering hätten umgehen können.
Aus FCC-Sicht stellen die von Verizon Wireless errichteten Hürden für Tethering-Nutzer einen Verstoß gegen die Lizenzauflagen dar, denen der Mobilfunkprovider mit dem Erwerb von LTE-Spektrum im so genannten "C Block" oberhalb 700 MHz unterworfen ist. Inzwischen habe der Carrier seine Geschäftsbedingungen revidiert und einer Zahlung von 1,25 Millionen US-Dollar auf freiwilliger Basis zugestimmt.
Zudem wird er auf Druck der FCC im Rahmen eines Compliance-Plans seine Mitarbeiter unterweisen, künftige Angebote im Rahmen der C-Block-Auflagen zu gestalten und Dienste Dritter auf Konformität mit der Lizenz zu prüfen. Deren "open device and application obligations" haben zum Ziel, dass LTE-Nutzer im C Block auf Dienste ihrer Wahl diskriminierungsfrei und ohne Einschränkung zugreifen können – was zugleich Innovationen und den Wettbewerb im Telecom-Sektor fördern soll.
Die FCC hatte aufgrund von Beschwerden die damaligen Geschäftsbedingungen von Verizon Wireless beanstandet, nach denen fürs Tethering ein Aufgeld zu zahlen war. Der Mobilfunker hatte dies gegenüber den Regulierern damit begründet, dass Tethering-Kunden potenziell mehr Datenvolumen transferieren als Nutzer eines Einzelgeräts. Allerdings waren laut FCC neben Flatrate-Nutzern auch solche Kunden betroffen, deren Datentransfers volumenbasiert abgerechnet wurden.
(ssu)












