14.01.2009 16:12
Die vom Berkman Center for Internet and Society an der Harvard University geleitete Internet Safety Technical Task Force hat ihren Bericht über den möglichen Schutz von Minderjährigen in Social Networks vorgelegt. Die Arbeitsgruppe kommt zu dem Ergebnis, dass es keine einfache technische Lösung gibt, um Kinder vor Cyber-Bullying, Pornografie, sexueller Belästigung und anderen Bedrohungen zu schützen. Technik könne zwar hilfreich sein, aber nur kombiniert mit elterlicher Aufsicht, Aufklärung, sozialen Diensten, Übernahme von Verantwortungen durch die Provider und Betreiber von Netzwerken sowie mit Strafverfolgung.
Initiiert wurde die Arbeitsgruppe vor knapp einem Jahr, nachdem die Generalstaatsanwälte von 49 US-Bundesstaaten mit dem Social Network MySpace Prinzipien zum Schutz von Minderjährigen vereinbart hatten. MySpace ist so wie AOL, Facebook, Google, Yahoo und einige weitere Unternehmen an der Arbeitsgruppe beteiligt, die von Wissenschaftlern und Pädagogen beraten wird. Die Task Force empfiehlt in ihrem 278 Seiten umfassenden Bericht, dass die Generalstaatsanwälte keine technischen Maßnahmen verordnen sollten. Stattdessen sollten sie weiter mit allen Beteiligten daran arbeiten, den vielfachen Bedrohungen für Minderjährige zu begegnen – die sich nach Ansicht der Arbeitsgruppe nicht wesentlich von denen abseits des Internet unterscheiden. (Andreas Wilkens)
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(anw)
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