06.10.2008 14:07
Sling Media hat angekündigt, die Modelle Slingbox Solo und Slingbox Pro auch außerhalb Großbritanniens europaweit anzubieten; in Deutschland sollen die Geräte 200 beziehungsweise 300 Euro kosten. Die Geräte können Videosignale in Echtzeit in digitale Videoströme umwandeln und via Internet an IBM-kompatible PCs, Macs, Windows-Mobile-basierte Smartphones sowie eine breite Palette an Mobiltelefonen mit S60-Software auf Symbian OS schicken. Ein Rückkanal ermöglicht – in Kombination mit einem Infrarotsender – wiederum die Fernsteuerung des heimischen A/V-Geräteparks. Beide Geräte wurden laut Hersteller konzipiert, um "den verschiedenen Anforderungen der heutigen TV-Haushalte gerecht zu werden". Zu den wichtigsten Features würden Widescreen-Unterstützung (16:9) und VGA-Auflösung (640 × 480 Pixel) zählen.
Mit dem "LocationFree Media Gateway" LF-PK1 brachte Sony bereits vor zwei Jahren ein Gerät auf den deutschen Markt, das Videos an eine PlayStation Portable oder einen Rechner schicken konnte – auch über das Internet (siehe Testbericht in c't 18/2006, S. 82, kostenpflichtiger Download). In den USA gilt Sling Media als wichtigster Anbieter dieses auch "Placeshifting" genannten Verfahrens. Das für sein dafür entwickeltes Media-Gateway "Slingbox" erhielt 2007 sogar den Emmy Award.
Die teurere Slingbox Pro umfasst vier verschiedene A/V-Eingänge (Antenne, S-Video, Composite-Video sowie YUV-Komponenten-Anbindung für Benutzer von HD-Receivern). Die Kombination von Ein- und Ausgängen erlaubt laut Sling Media eine nahtlose Integration in aktuelle A/V-Systeme. Die Slingbox Pro umfasst weiterhin einen integrierten Analog/Digital-Tuner für PAL-Signale mit DVB-T-Unterstützung zum Empfang von Free-to-Air-Programmen über Antenne. Die Slingbox Solo gibt Kunden die Möglichkeit, ein A/V-Gerät über eine Komponenten-, S-Video- oder Composite-Video-Verbindung anzuschließen. Dieses Produkt richtet sich lau Sling Media an Kunden, die nur ein Gerät anbinden wollen.
(nij)
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-209718