21.09.2012 08:16
Umsatzrückgang bei Oracle
Das flaue Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern bremst Oracle aus. Im ersten Geschäftsquartal fiel der Umsatz des US-Konzerns laut Mitteilung (PDF-Datei) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro). Das angestammte Software-Geschäft konnte die Einbußen in der Hardware-Sparte nicht ausgleichen. Analysten waren von 8,4 Milliarden Dollar Umsatz ausgegangen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Aktie schloss am Donnerstag mit 32,26 US-Dollar 1,6 Prozent im Minus und gewann nachbörslich leicht hinzu. Für das laufende Quartal erwartet Oracle demnach einen gleich hohen oder bis zu 4 Prozent gesteigerten Umsatz.
Allerdings gelang es Oracle, den Gewinn um 11 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar zu steigern. Grund waren zum einen Kostensenkungen. Den Gewinnsprung verdankt Oracle auch seinem Erzrivalen SAP. In dem seit mehreren Jahren tobenden Streit um Software-Klau hatten sich die Deutschen bereit erklärt, Oracle 306 Millionen Dollar zu zahlen. Die Summe fließt nach Angaben von Oracle-Finanzchefin Safra Catz nun in die Bilanz ein.
Oracle-Chef Larry Ellison gab in den vergangenen Jahren einige Milliarden Dollar für Übernahmen aus. Unter anderem kaufte er vor zwei Jahren für 7,4 Milliarden Dollar den Server-Spezialisten Sun Microsystems. Die gesamte Hardware-Sparte büßte nun fast ein Fünftel ihres Umsatzes ein.
Mit Hardware setzte Oracle in den vergangenen drei Monaten 1,35 Milliarden US-Dollar um gegenüber 1,67 Milliarden im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dem gegenüber wuchs der Umsatz mit Software von 5,52 Milliarden auf 5,71 Milliarden US-Dollar. Davon resultierten 1,57 Milliarden aus neuen Softwarelizenzen und Cloud-Abonnements gegenüber 1,49 Milliarden vor einem Jahr. Den Umsatz mit Lizenz-Updates und Software-Support steigerte Oracle von 4,02 Milliarden auf 4,14 Milliarden US-Dollar. (mit Material von dpa) /
(anw)












