21.08.2007 15:22
VIA stellt sparsames und billiges PC-Mainboard mit CPU vor
Nicht im VIA-eigenen Mini-ITX-Format, sondern auf einer aus weniger Lagen aufgebauten und deshalb billiger herstellbaren Micro-ATX-Platine sitzt der C7-D-Prozessor beim Mainboard pc3500, das PCs mit 24 Watt Leistungsaufnahme im Leerlauf möglich machen soll. Damit schluckt ein solcher Rechner weniger als die Häfte dessen, was die neuen Energy-Star-4.0-Richtlinien maximal zulassen. Bei der DVD-Video-Wiedergabe soll ein PC auf pc3500-Basis mit rund 35 Watt auskommen, wenn er sonst noch mit 512 MByte DDR2-SDRAM, einer 80-GByte-Festplatte im 3,5-Zoll-Format, einem DVD-Combo-Laufwerk und dem 180-Watt-Netzteil P4-250T von Teamwork bestückt ist. Weil allerdings nicht klar ist, ob das von VIA erwähnte Teamwork-Netzteil der 80-Plus-Spezifikation genügt, steht auch nicht fest, ob ein pc3500-PC ein Energy-Star-Logo tragen dürfte.
VIA geht es allerdings nicht bloß ums Energiesparen, sondern auch um möglichst billige Hardware – das pc3500 ist für einfache PCs für Entwicklungsländer gedacht, deren Märkte VIA im Rahmen der PC-1-Initiative erobern will. Hier sieht sich die taiwanische Firma starkem Konkurrenzdruck seitens Intel ausgesetzt: Mit dem Mainboard D201GLY und ähnlichen Lowcost-Produkten drängt auch der CPU-Marktführer im Rahmen seines World-Ahead-Programms auf die sich schnell entwickelnden Märkte in bevölkerungsreichen, aber finanzschwachen Ländern.
Auf dem pc3500 sitzt neben einem C7-D 1.5 GHz der Chipsatz CN896 mit integrierter DirectX-9-Grafik, die aber mangels Performance nicht für Vista Aero Glass taugt und deshalb nur das Vista-Basic-Logo trägt. Dank des PCIe-x16-/PEG-Slots könnte man das pc3500 mit einer kräftigeren Grafikkarte aufrüsten, aber dann käme ein pc3500-PC wohl sicherlich nicht mehr mit 24 Watt Leistungsaufnahme aus.
(ciw)